Second Season Kindermode ist kein Outlet.

Wir starteten mit Kidis.ch mit hochwertiger Second Hand Kindermode und konnten unser Angebot bereits nach kurzer Zeit von Second Hand auf Second Season erweitern. Second Season Kinderkleidung ist Neuware aus Lagerbeständen von Kooperationspartnern. Bei der Auswahl legen wir grossen Wert auf fair und nachhaltig produzierte Kindermode. Erfahre mehr im Interview mit Michelle, von Minzipie Blog.

Second Season Kindermode ist kein Outlet.

Michelle von Minzipie:

Flohmärkte und Secondhand-Läden haben mich immer fasziniert. Es ist wie auf Schatzsuche. Ich liebe es einfach, wenn ich niedliche Kinderkleidung von teureren Labels finde. Aber warum gebrauchte Kinderkleider kaufen? 

  • A: Weil man Geld spart (manchmal sogar viel Geld).
  • B: Ich mag es, wenn unsere Kleidung nicht in der Mülltonne landet 
  • C: ich kann so jemand anderen Freude machen!

Ein weiterer grossartiger Ort, um Second Hand und Second Season Kinderkleidung zu finden, ist der Online-Shop: Kidis.ch.
Ich bin letzten Sommer darüber gestolpert und seither regelmäßig auf ihrer Webseite. 

Weil ich wirklich schätze, was sie tun, habe ich ein paar Fragen zusammengestellt, die Kidis.ch für mich beantwortet hat.

Seit wann führt ihr Kidis.ch 
Wir werden bald 2. Kidis.ch ist am 3. Juni 2017 online gegangen. 

Seid ihr der einzige Secondhand Onlineshop in der Schweiz?
In diesem Format JA. Es gibt keinen anderen Schweizer Onlineshop mit einem automatisierten Verkaufstool im Bereich Kidsfashion.

Wie konntet ihr die Aufmerksamkeit auf das Konzept erzielen?
Wir haben alle im Online-Marketing bei Swisscom Schweiz AG gearbeitet. Wir haben viel über User Führung, Customer Journey und laufende Optimierung des Onlineshops gelernt. Also haben wir unseren Onlineshop nach diesen Prinzipien aufgebaut; Professioneller Auftritt, klare User Führung, ansprechendes Design und offene und transparente Kommunikation. 
Es ist uns gelungen, unsere Bekanntheit mit Blogbeiträgen auf Social Media (vor allem auf Instagram) und der Präsenz auf Veranstaltungen zu steigern.
Unsere Partnerschaft mit Stadtlandkind hat uns geholfen, unseren Onlineshop explizit zu positionieren und auf ihn aufmerksam zu machen. 

Kann man auch Kleider von H&M / Zara schicken? oder nur Kinderkleidung von teureren (Bio-) Labels?
ZARA ja, H&M nicht mehr.
Am Anfang wollten wir mit einem grossen Sortiment anfangen. Heute konzentrieren wir uns vor allem auf nachhaltige Labels, wie Mini Rodini, Bobo Choses, Mimi + Bart, The animal Observatory, usw.,  sowie auf deren faire Produktion.
Zara erfüllt diese Standards nicht, aber wir möchten den gebrauchten Kinderkleidung von ZARA eine zweite Chance geben. Zudem bietet Zara ein grosses Sortiment an modischer Kinderkleidung, welchen den meisten Kidis.ch-Kunden gefällt. 

Also nicht nur Bio-Kleidung, sondern eher die Lebensdauer der Kinderkleidung verlängern?
Genau. Wir möchten unseren Beitrage leisten, die Lebensdauer von Fast Fashion Kinderkleidung zu verlängern.

Was passiert mit der Kleidung, die Sie nicht verkaufen?
Wir spenden diese an Hilfsorganisationen. Die letzte Kinderkleiderspende ging an bedürftige Kinder in Rumänien.
Zudem testen wir derzeit ein Upcycling-Projekt - können aber nicht viel mehr dazu sagen :-)

Was sind die Ziele von Kidis.ch für die Zukunft? Wo sieht ihr euren Onlineshop in zwei Jahren?
Wir möchten uns auf Second Hand Fashion im Sektor Rum um das Kind und Mutter fokussieren. Synergien mit anderen Onlineshops und Offline-Kanälen nutzen.
Der nächste Schritt in diesem Jahr ist hochwertiges Spielzeug, Kinderzimmerdekoration und Accessoires ins Sortiment aufzunehmen. Dazu verwenden wir gerne die Methode von "Human Centred Design", genauer gesagt: Umfragen, Feedbacks, Prototyp testen, anpassen und das Ganze wieder von vorne. Nur so können wir unser Angebot optimieren und kundenoriertier gestalten.

Wie recyclet man heute Kleidung 
oder minimiert Abfälle? Heute werden jährlich über 40'000 Tonnen Kleidung entsorgt. Aber warum?

Unsere Kleiderschränke sind überfüllt. Heute sind grössere Modehäuser billiger als früher und führen fast monatlich neue Kollektionen ein (also nicht nur saisonal). Und wir haben einfach die Mittel dazu um uns neue Kleider (zu oft) leisten zu können. Wir folgen ständig Trends und achten dabei nicht auf die Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen. Wir sind uns nicht bewusst, dass wir durch dieses Konsumverhalten, schlechte Arbeitsbedingungen, Billiglöhne und den Verbrauch von unmassen an Ressourcen unterstützen.

Als wir mit Kidis.ch angefangen haben, entschieden wir uns, unsere Kleiderschränke ausmisten und uns zu fragen was wir effektiv brauchen. Von da an versuchen wir, den "Capsule Wardrobe"- Gedanke  (es ist immer noch eine Herausforderung) zu behalten. Wir wählen für unsere Kinder, sowohl für uns vor allem Second Hand Kleider. Wenn was Neues, dann Slow Fashion, sprich aus nachhaltigen Labels. 

Die ganze Kidis Crew dankt dir, liebe Michelle. 

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